Steckprom
Anzeige

Information

Dieser Beitrag wurde am 27. Apr 2011 geschrieben und ist in der Rubrik Boden Kategorisiert.

Schlagwörter

,

Warum sich nicht jeder Boden abschleifen lässt

Teppich, Laminat und Parkett gehören zu den beliebtesten Fußbodenbelägen und sind weit verbreitet. Wird der Boden häufig – auch mit Schuhen – genutzt, so kann es selbst bei robusten Materialien zu Verschmutzungen oder Beschädigungen der Oberfläche kommen: Bei Teppichböen sind vor allem Flecken ein Problem, bei Holz- oder Laminatböden können Kratzer oder Dellen entstehen. In einigen Fällen können diese durch ein Abschleifen beseitigt werden.

Parkettböden bestehen zumeist aus Hartholz, das größtenteils von Laubbäumen stammt. Die Oberfläche wird mit speziellem Lack oder Wachs versiegelt, um sie widerstandsfähiger zu machen. Das Abschleifen zum Ausgleich kleinerer Unebenheiten erfolgt meist nach der Verlegung und vor der Versiegelung. Beliebt ist auch Fertigparkett, das nicht vollflächig mit dem Untergrund verklebt werden muss – erfunden wurde diese Bodenvariante bereits im Jahr 1939. Da die einzelnen Bretter aus mehreren Holzschichten bestehen, wird das Produkt häufig auch als Mehrschichtparkett bezeichnet – den Kern bildet hier günstiges Nadelholz, auf das eine 2 bis 4 Millimeter dicke Schicht einer hochwertigeren Holzart aufgebracht wird. Parkettböden lassen sich grundsätzlich abschleifen, um ihr Erscheinungsbild zu erneuern und Beschädigungen zu beseitigen. Bei Mehrschichtparkett können sich aufgrund des Aufbaus Probleme ergeben, wenn die Nutzschicht zu dünn ist – im schlimmsten Fall wird diese komplett abgeschliffen, sodass die Trägerschicht durchscheint.

Eine günstige Alternative zum Parkett ist Laminat – im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 80 Millionen Quadratmeter Laminatboden verkauft. Die Paneele bestehen aus mehreren Schichten: Auf der Trägerplatte befindet sich ein Dekordruck, der für das optische Erscheinungsbild des Bodens sorgt und beispielsweise Holz imitiert. Für den Wohnbereich eignet sich – je nach Beanspruchung des jeweiligen Raumes – Laminat der Nutzungsklassen 21 bis 23. Die Böden gelten als sehr robust, eignen sich jedoch aufgrund des Materials und des Aufbaus nicht zum Abschleifen – bei schweren Beschädigungen müssen die Paneele ersetzt werden.

Hinterlasse eine Antwort