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Dieser Beitrag wurde am 23. Mrz 2011 geschrieben und ist in der Rubrik Boden Kategorisiert.

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Parkett abschleifen – eine Arbeit nicht nur für Profis

Parkettboden ist bei vielen Mietern oder Eigenheimkäufern sehr beliebt. Dies hat zum einen den Grund, dass Parkett eine besondere Wohnatmosphäre schaffen kann, und zum anderen, dass diese Art von Fußboden recht widerstandsfähig, pflegeleicht und belastbar ist. Parkettboden besitzt im Durchschnitt eine Lebensdauer von 40 Jahren. Doch wie an allen Fußböden geht auch an einem Parkettboden das jahrelange Betreten, Bespielen oder das Verrücken von Möbeln nicht spurlos vorüber. Ist der Parkettboden nach einigen Jahren glanzlos oder weißt Kratzer auf, so kann er mit einer Oberflächenbehandlung renoviert werden. Bei Mehrschichtparkett kann eine solche Renovierung mit einer Schleifmaschine 2-3 Mal, bei Massivparkett sogar bis zu 10 Mal durchgeführt werden.

Am Anfang einer Parkettrenovierung steht das erste grobe Abschleifen des Parketts. Dabei wird mit einer Parkettschleifmaschine und einer groben Schleifscheibe mit 24er-Körnung die Versiegelung des Bodens (bestehend aus einer Lack-, Öl- oder Wachsschicht) entfernt. Beauftragt man einen Profi mit der Renovierung des Bodens, so muss man mit Preisen ab 20 Euro pro Quadratmeter rechnen. Wer dem Boden in Eigenleistung zu neuem Glanz verhelfen will, der muss mit folgenden Kosten rechnen: Zwischen 15 und 20 Euro pro Tag für die Schleifmaschine (meist inklusive unterschiedlicher Schleifscheiben) plus die Kosten für die Versiegelung, z. B. 5 Liter Öl (ausreichend für 50-60 m2) für ca. 145 Euro.

Das Abschleifen des Bodens sollte mit wenig Druck und in gleichmäßigen Zügen über das Parkett geschehen, um keine Unebenheiten ins Parkett zu bringen. Ist der erste Schleifgang mit dem groben Schleifpapier erledigt, sollte der Staub mit einem Staubsauger entfernt werden. Nun folgt der zweite Schleifgang mit einer mittelgroben Schleifscheibe. Bei diesem Vorgang werden kleinere Unebenheiten ausgemerzt. Auch nach diesem Schleifdurchgang wird der Boden abgesaugt und nach fehlerhaften Stellen gesucht, denen nicht mit der Schleifmaschine beizukommen war. Diese gröberen Kratzer oder Risse müssen nun erst beseitigt werden, bevor mit der Renovierung fortgefahren werden kann. Hierfür gibt es im Baumarkt speziellen Holzkitt in unterschiedlichen Farben, der nach dem Trocknen wie Holz behandelt und verarbeitet werden kann: Den Kitt in die Kratzer streichen und mit einem Spachtel die überstehende Masse abnehmen. Ist der Kitt getrocknet und die Oberfläche von Staub befreit, muss sie nochmals mit einer feinen Schleifscheibe abgeschliffen werden. Ist dies geschehen und der Boden von Dreck und Staub gesäubert, kann mit der Versiegelung begonnen werden. Je nach Beanspruchung und eigenem Gusto kann dabei zwischen einer Lack-, Öl- oder Wachsversiegelung gewählt werden. Dabei kann auch überlegt werden, ob das Parkett in seiner ursprünglichen Farbe belassen oder ihm mit einer pigmentierten Versiegelung ein neuer Stil verliehen wird. Wie die Versiegelung aufgetragen werden muss, ob ein weiterer Schleifgang nach dem ersten Auftragen nötig ist und wie lange die Aushärtzeit des jeweiligen Präparates ist, kann im Fachhandel erfragt oder der Anwendungsbeschreibung entnommen werden.

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